Politik & Sprache

Sprache ist die Voraussetzung für Politik, denn in der Politik wird verhandelt, informiert, begründet, analysiert, kritisiert, sich gerechtfertigt, diskutiert, argumentiert, bewertet, kommentiert und vieles mehr. Dazu gehört, dass man sich verständigen kann und dass man sich gegenseitig versteht. Dies ist die Quintessenz und Wirkung von Sprache.

Aktuell/Termine

Praxiscolloquium des Masterstudiengangs "Angewandte Literaturwissenschaften" der FU Berlin

Arbeitssituation von Frauen in der Buchbranche
Montag, 28. Januar 2019

Was erwartet Berufseinsteigerinnen in die Buchbranche? Wie sehen Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten in der Buchbranche aus? Die |→  BücherFrauen-Studie zur Arbeitssituation in der Buchbranche | dämpft die Hoffnungen auf gleichberechtigte Arbeitsbedingungen für Frauen und Männern. Womit müssen motivierte Berufseinsteigerinnen rechnen? Welche Strategien gibt es, sich in der Branche zu positionieren und die eigenen Wünsche und Forderungen zu realisieren?

Diskussionsveranstaltung Friedrich-Ebert-Stiftung Thüringen

Triumph der Frauen? Rechtspopulismus in Europa
Freitag, 28. Februar 2019, Erfurt "Franz Mehlhose", 17.30 Uhr

Die Studie „Triumph der Frauen? The Female Face of the Far Right in Europe“ beleuchtet rechtspopulistische Parteien und Bewegungen u.a. in Schweden, Ungarn und Deutschland. Wie stark sind rechtspopulistische Parteien und Bewegungen in diesen Ländern? Von wem werden sie gewählt? Wie lautet die Programmatik der rechtspopulistischen Parteien und insbesondere in Bezug auf das Verhältnis zu Frauenrechten und Geschlechterfragen? Und welche Rolle spielen Frauen innerhalb rechtspopulistischer Parteien? Um wirksame (Gegen-)Strategien zu entwickeln, sind immer die besondere Situation im jeweiligen Land, die politischen Diskurse, Mehrheiten und Unterstützer_innennetzwerke sowie die Relevanz progressiver und feministischer sozialer Bewegungen vor Ort in den Blick zu nehmen.
mit
Eszter Kováts, Friedrich-Ebert-Stiftung Budapest
Rachel Spicker, Amadeu-Antonio-Stiftung
Dr. Valeska Henze, freiberufliche Autorin
Elisa Gutsche, Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Politik und Gesellschaft
Sabine Stelzl, Frauenzentrum Brennessel
Moderation: Dr. Franziska Schmidtke, Geschäftsführerin des Zentrums für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration (KomRex)

Infos und Anmeldung hier

Seminar für Berufseinsteiger*innen, |→ Wissenschaftsladen Bonn |

Freies Lektorat - Berufsfeld und Selbstständigkeit

Das Seminar führt in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche des freien Lektorats ein, bietet einen Überblick über das dynamische Umfeld der Textproduktion und vermittelt Strategien und Voraussetzungen für den Aufbau einer selbstständigen Tätigkeit.

2019 gibt es zwei Termine: 15./16.2.19 und 6./7.9.19 in Bonn |

Branchentreff Literatur

Gendergerechtigkeit in der Literaturszene?
Samstag, 1. Dezember 2018, 17-19 Uhr, Haus der Kulturen der Welt

mit Valeska Henze, Ekkehard Knörer, Alina Herbing und Dirk Knipphals, Moderation: Shelly Kupferberg
Die Kulturzeitschrift MERKUR war 2017 Schauplatz einer Debatte über Sexismus an deutschsprachigen Schreibschulen, die nicht wenige – normalerweise männliche – Akteure des Literaturbetriebs aufschreckte: Die Rede war hier nicht von jenem vulgären, testosterongesteuerten offenen Sexismus, von dem man sich selbstverständlich schon immer distanziert hat. Die Rede war von der subtilen, unauffälligen, teilweise unbewussten Reproduktion alter Machtstrukturen. Auch die Zahlen, die das Projekt „Frauen zählen“ in der Studie „Sichtbarkeit von Frauen in Medien und im Literaturbetrieb“ zusammengetragen hat, sprechen für sich: Zweidrittel der Rezensionen großer Medien befassen sich mit von Männern geschriebenen Büchern. Während Rezensentinnen relativ ausgewogen Männer und Frauen rezensieren, rezensieren Rezensenten zu Dreivierteln Männer. Die Liste ließe sich fortsetzen und auf Literaturpreise, Stipendien, Führungspositionen in der Verlagsbranche und vieles mehr ausweiten. Wie kann das sein, dass sich gerade im Literaturbetrieb noch so wenig an der Ungleichbehandlung der Geschlechter geändert hat, und was sind die erfolgversprechenden Strategien für Männer und Frauen, sich aus der Starre der alten Strukturen zu lösen?

Frankfurter Buchmesse

Moderation der Diskussion
Bilder bauen Welten: die Macht des (un)sichtbaren Narrativs
Mittwoch, 10. Oktober 2018, 13.00 Uhr, Salon Weltempfang Halle 4.1 B81

Bilder – ob Rollenbilder, Vorstellungen der eigenen oder einer fremden Kultur, Idealvorstellungen und mediale Utopien – bestimmen unsere Wahrnehmung im sozialen und gesellschaftlichen Miteinander, unsere Vorurteile, unser Verhalten, unsere Ängste und daraus resultierende politische Tendenzen, unseren Umgang miteinander. Wir wissen heute viel darüber, wie Männer die Welt sehen. Denn die Bilder, die wir überwiegend zu sehen oder zu lesen bekommen, sind jahrhundertelang von einer männlichen Sicht geprägt, der sich auch heute noch niemand entziehen kann, der oder die in diese Bilderwelt hineinwächst.

Ausgehend von den Ergebnissen der Untersuchung „Sichtbarkeit von Frauen in Medien und im Literaturbetrieb“ (eine Pilotstudie des Instituts für Medienforschung an der Universität Rostock in Kooperation mit dem PEN-Zentrum Deutschland, VS, Bücherfrauen und Netzwerk Autorenrechte) zur Repräsentation von Autorinnen und Rezensentinnen in Medienkritiken wollen wir über Bilder - Rollenbilder, Stereotype, Kulturbilder - und die Verantwortung der Literatur bzw. von Kunst und Kultur für das Entstehen und Fortdauern dieser Bilder in unserer Gesellschaft sprechen. Wenn wir über Bilder und ihre Auswirkungen reden, müssen wir darüber reden, was und wer auf welche Weise in der Literatur sichtbar ist - was und wen wir in welchem Kontext zu sehen bekommen. Welche Rolle etwa spielt die (Un-)Sichtbarkeit von Autorinnen in diesen Aushandlungsprozessen über das 'richtige Frauenbild', über Aufgaben, Rechte und Pflichten, die durch dominierende und/oder umstrittene Geschlechterrollen festgelegt werden? Was resultiert aus der Unsichtbarkeit der Intellektualität von Frauen in dieser Gesellschaft? Welche Bilderwelt auch in unseren Geschichten wollen wir für die Zukunft?

Die Podiumsdiskussion ist eine Kooperation von Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS), BücherFrauen, PEN-Zentrum Deutschland, Netzwerk Autorenrechte

Mit
Nina George, Bundesvorstand Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS), Womens‘ Writers Committee-Beauftragte des PEN
Maren Kroymann, Kabarettistin, Schauspielerin (Grimme-Preisträgerin) und Sängerin
Prof. Dr. Elizabeth Prommer, Direktorin des Instituts für Medien­forschung an der Universität Rostock
Moderation
Dr. Valeska Henze, Politikwissenschaftlerin und Übersetzerin, Beauftragte der BücherFrauen im Deutschen Kulturrat

Aktuelle Veröffentlichung

»Gleicher Lohn und die Hälfte der Macht« – Bilanz der feministischen Regierung in Schweden

Gemeinsam mit Hanna Beutler-Gross, Christin Skiera und Jana Windwehr gehe ich in einer aktuellen Analyse für die Friedrich-Ebert-Stiftung der Frage nach, was die Politik einer feministischen Regierung gegenüber früheren Regierungen auszeichnet. Das Paper untersucht die sechs Gleichstellungsziele der Regierung und zieht nach vier Jahren feministischer Regierungszeit Bilanz
| → »Gleicher Lohn und die Hälfte der Macht« |
Friedrich-Ebert-Stiftung, Büro Stockholm, Internationale Politikanalyse, September 2018

Aktuelle Übersetzung

Zwei Beiträge aus dem Schwedischen für die Zeitschrift Osteuropa: |→ Nackte Seelen. Svetlana Aleksievič und der „Rote Mensch“ | Osteuropa 1-2/2018

  • Menschen, die vom Zorn infiziert sind, kann nur die Liebe retten … Svetlana Aleksievič im Gespräch mit Staffan Julén, S. 109-115
  • Produktiver Widerstand. Filmen mit Svetlana Aleksievič. Von Staffan Julén, S. 223-230